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Gruß Jürgen Wacker

Prof. Dr. med. Jürgen Wacker
Prof. Dr. Jürgen Wacker

Projektdirektor und Preisträger

Prof. Dr. med. Jürgen Wacker
ist Preisträger des "Service Above Self Award", der höchsten rotarischen Auszeichnung weltweit! Der Preis wurde ihm verliehen für das von ihm ins Leben gerufene, geplante und bis heute angeführte Projekt "Ein Hospital für Frauen".

ROTARY INTERNATIONAL, Evanston, IL (USA)

Sehr geehrte Damen und Herren,

symbolische Gesten traditioneller Entwicklungshilfe allein festigen noch kein wirkliches Win-Win-Verhältnis zwischen Entwicklungs- und Industrieländern. Hier kommt die „Geheimwaffe" einer effizienten, effektiven und innovativen Entwicklungszusammenarbeit ins Spiel: eine einzigartige Methode, unsere Interessen in den Industrieländern wie auch die der Menschen in den Entwicklungsländern so eng miteinander zu verknüpfen, dass die Menschen ihren Heimatländern nicht davonlaufen und die Industrieländer unter der Last der Massenflucht nicht permanent auf den Prüfstand gestellt sind.

Wenn wir von Flucht sprechen, meinen wir dabei die auf Dauer angelegte räumliche Veränderung des Lebensmittelpunktes von Menschen, die über Landesgrenzen hinweg nach Europa, in die USA, nach Kanada oder Australien erfolgt, weil die Lebensvorstellungen dieser Menschen in ihren Herkunftsländern nicht verwirklicht werden können oder die institutionelle Struktur der Herkunftsgesellschaft die materiellen Wünsche und Erwartungen dieser Menschen nicht erfüllen kann.

Wir vom Verein „Deutsch-Afrikanische Freundschaftsgesellschaft in der Gynäkologie (DAFGG) - Menschen für Frauen e.V. unternehmen bereits seit längerem in Westafrika Anstrengungen, um vor allem im Gesundheitswesen für eine solche bessere institutionelle Struktur zu sorgen. Wenn wir weiterhin mit so vielen Teilerfolgen wie bisher ans Werk gehen, werden wir auch langfristig den erwarteten nachhaltigen Erfolg haben.

Mein Projekt „Ein Hospital für Frauen" in Ouagadougou, der Hauptstadt des westafrikanischen Staates Burkina Faso, strebt dabei nicht nur eine Verbesserung der Gesundheitsinfrastruktur an. Es ist als politisches Projekt Ausdruck eines Entwicklungsbegriffs, wie ihn der heutige UN-Beauftragte für den Westsahara-Konflikt und Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler a.D. versteht: „eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit" oder wie es Horst Köhler formuliert:

 "Entwicklungspolitik ist eine Art Sozialpolitik im weltweiten Ausmaß."

Horst Köhler weiter:

"Es geht darum, die Kluft zwischen reichen und armen Völkern zu beseitigen! Wenn uns das nicht gelingt, dann werden wir eines Tages möglicherweise eine Katastrophe erleben, dann wird es, wie Salvador de Madariaga einmal gesagt hat, zu einem sozialen Welt-Bürgerkrieg kommen müssen. [...] Wir treiben also Entwicklungspolitik nicht allein um der Menschen Willen, die in Not und Elend leben, sondern auch, um für uns und unsere Kinder Sicherheit zu schaffen."
Prof. Dr. Horst Köhler
© Horst Köhler | Prof. Dr. Horst Köhler, Bundespräsident a.D.

Meine Damen und Herren,

wenngleich ich, wie viele von uns das auch kennen, schon manchmal gezwungen war, einzusehen, dass der unaufhaltsame Fortschritt liberal-humanistischer Werte, die ich seit meiner Kindheit für selbstverständlich hielt, möglicherweise eine Illusion war, so hat mich der Dienst zur Entwicklungshilfe
im westafrikanischen Burkina Faso doch das Gegenteil gelehrt: so ist die Zeit seit der Grundsteinlegung zum Bau des ersten Kliniktraktes für mein "Zentrum der Hoffung und der Würde der Frauen"  (Centre de Formation) im "Land der Aufrechten" (so die Bedeutung des Landesnamens
"Burkina Faso") keine der Selbstgefälligkeit, der verlorenen Möglichkeiten.

Das Gegenteil ist richtig!

Unsere Aktivitäten in Burkina Faso, die schließlich eine Übung darin sind, auch fremde Sichtweisen einzunehmen, ermöglicht uns mit den Burkinabè gemeinsam eine wichtige, steile Lernkurve. Durch
unsere Arbeit vor Ort kommen wir den Menschen in Burkina Faso sehr nahe und werden wie sie mit
den Tiefen und Schmerzen des Lebens, mit Selbsttäuschung und Vergänglichkeit konfrontiert. Genau
diese ungewöhnliche und bestechende Spannung ist es, die uns anspornt, gemeinsam mit unseren Spenderinnen und Spendern sowie Förderern und Sponsorinnen und Sponsoren ehrenamtlich
und zum Wohle der Betroffenen und Beteiligten Verantwortung zu übernehmen.

EIN ARZT. EIN KÖNIG. EIN HOSPITAL.

Dr. Yacouba Zanré (Ouagadougou), Prof. Dr. med. Jürgen Wacker (Bruchsal), Dr. Hailegiorgis Aytenfisu (Addis Abeba)
© DAFGG | Dr. Yacouba Zanré, Prof. Dr. med. Jürgen Wacker, Dr. Hailegiorgis Aytenfisu
Liebe Unterstützer und Freunde,

ein bekanntes afrikanisches Sprichwort sagt: "Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern."

Lassen Sie sich anstecken! Spenden Sie und unterstützen Sie mein "Hospital für Frauen".

Ich danke Ihnen!

 

Ihr
Jürgen Wacker

Ein "Hospital für Frauen"
 
König der Mossi
 
Award "Service Above Self"
 
Eine "Hebamme für Afrika"
 
Prof. Dr. med. Jürgen Wacker
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KIT-Forschungsstudie der UNAPO in Zusammenarbeit mit dem KIT
UNAPO Kooperation
FIDE AG
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Der "Preisträger"
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